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VcKB - Mit Leib und Seele

Mit Leib & Seele2. Ausgabe Seite 5 Endlich schmerzfrei Die Oberlinklinik in Potsdam ersetzt Hüft- gelenke – auf schonende Art Weniger Schmerzen, kleinere Wunde, schnellere Genesung nach der Operation – die Vorteile der AMIS-Technik liegen auf der Hand. Dennoch ist dieses Verfahren wenig verbrei- tet. Das Oberlinhaus in Potsdam ist die einzige Klinik in Ostdeutschland, die Patienten diese schonende Alternative zur klassischen Hüftoperation anbietet. Die Lebensqualität von Martina Bellstedt hat durch den Ersatz ihres Hüftgelenkes spürbar zugenommen: »Mir geht es in jedem Fall besser. Endlich habe ich nicht mehr diese extremen Schmerzen«, freut sich die 69-Jährige über ihre neu gewonnene Beweglichkeit. Als die Rentnerin aus Königs Wusterhausen auf ihre Operation wartete, bot sich ein ganz anderes Bild. »Ich konnte mich nicht mehr bewegen, konnte kaum noch laufen«, erinnert sie sich an den desolaten ge- sundheitlichen Zustand. Erste Anzeichen für Probleme mit dem Hüftge- lenk waren der vierfachen Oma bereits vor Jahren aufgefallen, sie konnte die Symptome allerdings nicht richtig deuten, »es hat verdeckt angefangen«. Zu- nächst spürte Martina Bellstedt lediglich ein Ziehen in der Leistenbeuge. Innerhalb eines Jahres wurden dann die Schmerzen stärker, Laufbeschwerden kamen hinzu. Dann passierte es: »Plötzlich am Abend kam der Zusammenbruch.« Der Besuch beim Orthopäden brachte die Hiobsbotschaft: »Meine rechte Hüfte war völlig kaputt. Auf den Röntgenbildern war das un- übersehbar.« Die Diagnose: fortgeschrittene Arthrose, eine Operation war unumgänglich. Etwas über eine Stunde wurde Martina Bellstedt operiert. Das Hüftgelenk musste ausgetauscht werden; »es war eingebrochen und komplett zerstört«, berichtet Dr. Axel Reinhardt, der Chefarzt der Abteilung Wirbel- säulen- und Beckenchirurgie an der Oberlinklinik. Als Martina Bellstedt aus der Narkose erwacht, ist sie schmerzfrei – zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren. Noch am gleichen Tag startete die Physiotherapie, »mit Gehhilfen ging es bis zum Fenster und wieder zurück.« Diese schnelle Mobilisation war möglich, weil die Pati- entin mit der minimalinvasiven AMIS-Technik operiert kontakt Oberlinklinik Abteilung Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie Garnstraße 8, 14482 Potsdam Tel. (0331) 7 63 43 12 fachklinik@oberlinhaus.de www.oberlinklinik.de Yoga für den Therapeuten Das Reha Klinikum »Hoher Fläming« kümmert sich nicht nur um die Gesundheit seiner Patienten Seit genau zwanzig Jahren bietet die Klinik im Norden der Kreisstadt Gesundheitsleistungen auf dem Gebiet der Re- habilitation an. Großen Anteil an diesem Jubiläum haben die Mitarbeiter, gut die Hälfte von ihnen arbeitet seit fünfzehn Jahren oder sogar länger in der Reha-Klinik. Diese enge und vor allem lange Verbundenheit zum Arbeitsort ist in der heu- tigen Berufswelt nicht selbstverständlich. Im Mittelpunkt der geplan- ten Feierlichkeiten sollen daher nun die Klinikmit- arbeiter stehen. Für das Wohlbefinden ihrer Mit- arbeiter bietet die Klinik aber schon seit fast zwei Jahren ein besonderes Programm. Denn die Ar- beit mit Reha-Patienten ist nicht nur körperlich anstrengend, weiß Christel Gietz, die das Therapiezen- trum im Reha Klinikum leitet. »Die Patienten bauen oftmals eine enge Beziehung zu den Therapeuten auf und nutzen die Zeit, um einfach mal ihre Sorgen und Schicksale loszuwerden.« Und da wird es für die The- rapeuten immer schwieriger abzuschalten. Christel Gietz initiierte im Rahmen des bestehenden betrieb- kontakt Reha Klinikum »Hoher Fläming« im Oberlinhaus gGmbH
 Hermann-Lielje-Straße 3
, 14806 Bad Belzig Tel. (033841) 54-0 rehaklinikum@oberlinhaus.de www.rehaklinikum-oberlinhaus.de So weit die Füße tragen Die meiste Zeit verstecken wir sie in Schuhen, ganz un- ten, am anderen Ende unseres Körpers. Dabei sollen sie uns überall hintragen und ständig einsatzbereit sein: Geschätzte 100.000 Kilometer sind wir am Ende unse- res Lebens gelaufen. »Ja, wir vernachlässigen unsere Füße«, bestätigt Dr. Sophie Brümmer. Sie ist Oberärztin am Evangelischen Krankenhaus in Ludwigsfelde und zertifizierte Fußchirurgin. Sie behandelt Patienten, die Probleme mit ihren Füßen haben; die meisten mit »Hal- lux valgus« – es entsteht ein Überbein und der Großzeh steht schief. Fußkrankheiten sind keine Frage des Alters, »nur wird die Fehlstellung gravierender, je älter man wird.« Älteren ist die körperliche Geschmeidigkeit verloren gegangen, die Füße eingehend zu betrachten, Probleme wie Druckstellen werden teilweise erst spät erkannt. Die Chirurgin hat eine Erklärung für die Ur- sache von Fußkrankheiten: »Es liegt in der Natur des Fußes, dass sich dieser im Laufe der Zeit verbreitert, wenn er im aufrechten Gang ein Leben lang das gesamte Körpergewicht trägt« – der Fuß protestiert wegen Überarbeitung und nur selten sind hochhackige Schuhe der Grund. Neunzig Prozent der Patienten müssen ope- riert werden, »wir können den Leidensdruck durch eine Operation lindern.« Die Fußchirurgin findet immer wieder Gefallen an ihrer Arbeit, »es ist eine schöne Art des Operierens.« Und sie mag ihre Arbeit auch aus äs- thetischen Gründen: Die Fehlstellung wird korrigiert, das Ergebnis ist ein auch optisch wieder gesunder Fuß ohne schmerzende Druckstellen oder Gelenke. Wer Probleme mit dem Fuß hat und auf ärztliche Behand- lung verzichtet, der riskiert ein Fortschreiten der Fehlstellung – »Veränderungen in der Statik des Fußes lassen sich ohne Behandlung nicht aufhalten.« Im Ludwigsfelder Krankenhaus hat Sophie Brümmer da- her die »Fußsprechstunde« eingeführt: Jeden Dienstag fordert sie ihre Patienten auf, ihre Schuhe auszuzie- hen. Zeigt her eure Füße. kontakt Evangelisches Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow Chirurgie Albert-Schweitzer-Straße 40-44, 14974 Ludwigsfelde Tel. (03378) 8 28-0 zentrale.lud@diakonissenhaus.de www.ekh-ludwigsfelde.de wurde. Im Gegensatz zur klassischen Hüftoperation werden dabei keine Muskeln oder Sehnen eingeschnit- ten. Auch die OP-Wunde ist nur halb so groß. Den ent- scheidenden Vorteil für die Operierten bringt Dr. Rein- hardt auf den Punkt: »Die Patienten haben deutlich weniger Schmerzen.« Und sie können schneller wieder laufen. Schon am OP-Tag sind einfache Bewegungen möglich; nach vier Wochen werden in der Regel keine Gehhilfen mehr benötigt. Seit 2008 wird das AMIS- Verfahren in Potsdam angewandt; bis zu vierhundert Hüften werden jährlich nach dieser Methode operiert. Die Patienten kommen aus Berlin und Brandenburg, aber auch aus den angrenzenden Bundesländern und einige sogar aus Süddeutschland. Martina Bellstedt trägt nun eine etwa fünf Zenti- meter große Narbe am Körper. Sie kann sich wieder frei bewegen, legt kürzere Strecken zurück – ohne Krücken. Für die Zukunft hat sie sich bereits etwas vorgenom- men, »richtigen Urlaub«, mit Wandern und endlich wieder Rad fahren. Das sei etwas, das lange nicht mehr möglich war. Diesen Wunsch möchte sie sich zusammen mit ihrem Mann und auch den Enkelkindern erfüllen. Ohnehin seien sie der wesentliche Antrieb in ihrem Bemühen um schnelle Genesung: »Die Familie ist mein eigentlicher Therapeut«, lacht Martina Bellstedt. lichen Gesundheitsmanagements ein »abteilungsspe- zifisches Gesundheitsprogramm«: Den Mitarbeitern werden Entspannungs- und Motivationskurse ange- boten. Fachliche Weiterbildung ist für sie nämlich nur ein Aspekt des Berufs, »wir brauchen auch Maß- nahmen, mit denen wir die Leistungsfähigkeit und vor allem die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten.« Yoga zum Beispiel – »ein Selbstmanagement für unsere Physiotherapeuten.« Oder der Kurs »Glück kann man lernen« als Burn-out- Prophylaxe. So sichert die Reha-Klinik in Bad Belzig, dass ihre Therapeuten für die Patienten auch weiterhin mehr sein können als »nur« ein Therapeut. Pflege stärken! Im Krankheitsfall müssen Sie von gut aus- gebildeten Pflegefachkräften betreut werden. Mit Zuwendung, Aufmerksamkeit und Verständnis. Mehr dazu unter www.vckb.de Patientensicherheit gewährleisten! Sie müssen sich darauf verlassen können, dass Ärzte und Pflegefachkräfte zu Ihrem Wohl gut zusammen arbeiten. Mehr dazu unter www.vckb.de Christel Gietz ist überzeugt, dass Patienten ausgeglichene Therapeuten brauchen. Dr. Axel Reinhardt bringt seine Patienten wieder in Bewegung. Willkommen in der Fußsprechstunde. Jeden Dienstag in Ludwigsfelde. forderung 6 forderung 7

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